Wenn die Welt Kopf steht

Wie schaffen wir es, in außergewöhnlichen Zeiten glücklich und nicht von der Unsicherheit geplagt zu werden. Diese Frage habe ich mir in den letzten Wochen häufig gestellt.

Durch Corona wurde alles durchgeschüttelt und nichts ist mehr so, wie es vorher war. Viele haben ihr Arbeit verloren. Es gibt immer wieder neue Regeln, Restaurants und Sportbetriebe müssen schliessen, Freunde oder Familie soll man auch nicht sehen, Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt gibt es auch keine. Also vieles, was uns Freude gemacht hat, wird uns - vorübergehend - weggenommen. Wir müssen einen Weg finden, der uns Halt gibt. Mir fällt auf, dass wir, sobald wir in eine Stresssituation kommen, zuerst unsere Routinen aufgeben, die uns eigentlich guttun.

Oft sind es unsere Gedanken, die uns einflüstern, dass wir keine Zeit für Sport, einen Spaziergang oder zum Lesen eines guten Buches haben, aber meistens reicht es doch noch zum TV-Schauen, für die Sozialen Netzwerke, mit denen wir Stunden verbringen, oder für Netflix. Ja, ich kenne dies gut. Man möchte eine Pause zum Abschalten haben, deswegen ist ein Film, Instagram oder TikTok super gut. Aber wenn man sich ganz ehrlich fragt, ob dies wirklich entspannt, muss ich es MEISTENS mit Nein beantworten. Ich schreibe das Wort „meistens“ gross, weil ich nicht generell sagen möchte, dass ein Film nicht entspannt. Ich finde, wir müssen lernen auf unsere innere Stimme zu hören, wenn wir merken, dass es uns nicht gut geht. Wir sollten uns fragen, was uns denn wirklich guttut? Ein Film kann für die Seele entspannend sein, wenn man sich bewusst für einen Film entscheidet und das Handy weglegt und den Film mit einem Tee oder ein Glas Wein geniesst. Stellt euch eine Liste mit Aktivitäten zusammen, die ihr geniessen könnt und, wenn eine stressige Zeit kommt, könnt ihr bewusst die Liste durchgehen. In dieser Zeit dürft ihr euch bewusst Gutes und Entspannendes gönnen, und es ist okay, wenn ihr das macht. Meistens geht es einem danach wieder besser.

Noch dazu kommt: Je genauer man weiss, welches Lebensziel man hat, desto weniger schnell fällt man aus der Bahn. Deswegen überlegt euch, wo ihr in 5-10 Jahren sein möchtet und stellt euch dies bildlich vor. Wenn ihr merkt, dass der Traum euch glücklich macht, dann kämpft dafür. Gerade in den aktuellen Zeiten ist es gut möglich und bestehen Chancen, etwas Neues anzufangen.